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Die Deutsche Ärztliche Gesellschaft für Verhaltenstherapie DÄVT e.V. hat Herrn Professor Dr.phil. Dr.med. Serge Sulz, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, Geschäftsführer der CIP-Akademie München und Honorarprofessor an der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt, für seine Verdienste um die Entwicklung und Qualifizierung der Verhaltenstherapie in der Medizin die Ehrenpräsidentschaft des Verbands verliehen.

Er war zehn Jahre lang Präsident der DÄVT und hat sowohl die verhaltenstherapeutische Weiterbildung von Ärzten gefördert (u. a. durch die Qualifizierung erfahrener Fachärzte zu Supervisoren und zu Leitern von Interaktionellen-Fallarbeitsgruppen) als auch gut praktikable diagnostische Materialien wie das Verhaltensdiagnostiksystem VDS und effiziente Therapiekonzepte entwickelt wie die Strategische Kurzzeittherapie und die Psychiatrische Kurz-Psychotherapie PKP. Zahlreiche Publikationen belegen sein engagiertes Schaffen.  

Werdegang

1968-1974:      Studium der Psychologie, Philosophie und Soziologie sowie Medizin an der LMU München
1974:               Abschlussexamen zum Diplom-Psychologen
seit 1974:        Psychologischer Verhaltenstherapeut (Biopsychologische Ausbildung bei Prof. Birbaumer, 
verhaltenstherapeutische Ausbildung bei Prof. Tunner, Prof. Fichter an der Universität München)
1980:               Ärztliche Prüfung und Approbation als Arzt
1981:               Promotion zum Dr. phil. in Psychologie
1981:               Promotion zum Dr. med. in Medizin
1980-1983:      Aufbau einer Verhaltenstherapiestation in der Psychiatrischen Klinik der Techn. Universität München
1983:               Zusatzbezeichnung Psychotherapie (LÄK Bayern)
seit 1983:        Verhaltenstherapie-Supervisor und Lehrtherapeut
1984:               wissenschaftlicher Assistent in der Neurologischen Klinik der Technischen Universität München
1985:               Facharztprüfung Psychiatrie (LÄK Bayern)
1985-1987:      Wissenschaftliche Tätigkeit in der Psychosomatischen Poliklinik der Technischen Universität München 
(Direktor: Professor M. von Rad)
1986:               Aufbau und Geschäftsführung eines verhaltenstherapeutischen Weiterbildungsinstituts (BAP)
1987:               Zusatzbezeichnung Psychoanalyse (LÄK Bayern)
1987:               Anerkennung als Balintgruppenleiter
1987:               Kassenärztliche Tätigkeit (Verhaltenstherapie, tiefenpsychologische Psychotherapie und Psychoanalyse)
1990:               Leitung des Centrums für Integrative Psychotherapie CIP (postgraduierte Psychotherapieausbildung)
1994:               Anerkennung als Lehrtherapeut für tiefenpsychol. Psychotherapie
1994:               Facharzt für Psychotherapeutische Medizin (LÄK Bayern)
1999:               Approbation zum Psychologischen Psychotherapeuten
1999:               Approbation zum Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten
2000:               Anerkennung als Supervisor und Lehrtherapeut gemäß Psychotherapiegesetz

  

Schwerpunkte in Forschung und Lehre

Technische Universität München 
(Institut und Poliklinik für Psychosomatische Medizin und Medizinische Psychiatrie) 

  • Die Familie des Depressiven - die Objektbeziehungstheorie als Brücke zwischen Psychoanalyse und Familientherapie (Seminar) 2-stündig, SS 1986
  • Die Wertorientierung des Depressiven: Zur Bedeutung der Internalisierung von Normen und Idealen (Seminar) 2-stündig, WS 1986 
  • Die Entstehung der Depression: Individuelle Disposition und Vulnerabilität im Spiegel tiefenpsychologischer Theorien (Seminar) 2-stündig, SS 1987 
  • Anamneseseminar (zur Vorlesung von Professor Dr. von Rad) 2-stündig, SS 1984 bis SS 1987

Bayerische Akademie für Psychotherapie und Centrum für Integrative Psychotherapie 
An der Akademie gibt es keine Semester, sondern Jahreslehrpläne, deshalb erfolgen die Stundenangaben jeweils pro Jahr. Es ergeben sich:

  • durchschnittlich 300 Stunden Lehrtätigkeit jährlich, 
  • das entspricht mindestens 16 Semesterwochenstunden Lehrtätigkeit durchgängig von 1986 bis 2002

Seminare und Vorlesungen zu den Themen 

  • Einführung in die Verhaltenstherapie 1986, 1987, 1988, 1989 (jeweils 16 Stunden) 
  • Lernpsychologische Grundlagen der Verhaltenstherapie 1986, 1987, 1988, 1989, 1990 (jeweils 16 Stunden) 
  • Verhaltensdiagnostik 1986 bis 1995 (jeweils 16 Stunden) 
  • Zielanalyse 1990 bis 1999 (jeweils 16 Stunden) 
  • Therapieplanung 1995 bis 2001 (jeweils 16 Stunden) 
  • Anamnese und Falldokumentation 1991 bis 2000 (jeweils 16 Stunden) 
  • Depressionstherapie 1988, 1990, 1992, 1994 (jeweils 16 Stunden) 
  • Angsttherapie 1989, 1991, 1993, 1995 (jeweils 16 Stunden) 
  • Schizophreniebehandlung 1986, 1989, 1992 (jeweils 16 Stunden) 
  • Therapie von Persönlichkeitsstörungen 2000, 2001, 2002 (jeweils 16 Stunden) 
  • Kurzzeittherapie 1995 bis 2001 (jeweils 16 Stunden) 
  • Selbstkontrolltherapie 1987, 1988, 1989 (jeweils 16 Stunden) 
  • Der Therapieprozess 1999, 2000, 2001, 2002 (jeweils 16 Stunden) 
  • Paartherapie 1996, 1998, 1999 (jeweils 16 Stunden) 
  • Gruppentherapie 1992, 1994, 1996 (jeweils 16 Stunden) 
  • Interaktionelle Fallarbeit 1997, 1998, 1999, 2000 (jeweils 16 Stunden) 
  • Selbsterfahrung in der Verhaltenstherapie 1990 bis 2001 (jeweils 140 Stunden) 
  • Qualitätsmanagement 2000, 2001 (jeweils 16 Stunden) 
  • Evaluation von ambulanter Psychotherapie 1998, 1999 (jeweils 16 Stunden) 
  • Entwicklungspsychologische Grundlagen der Verhaltenstherapie 1997, 1999, 2001 (jeweils 16 Stunden) 
  • Grundlagen der Psychotherapie - Prüfungsvorbereitung für die staatliche Abschlussprüfung 2004, 2005, 2006, 2007 (jeweils 16 Stunden) 
  • Kursreihe Ausbildung zum Supervisor (gemeinsam mit Professor F. Kanfer und Dr. D. Schmelzer) 1997, 1999, 2001 jeweils 192 Stunden in 2 Jahren 
  • Durchführung von Einzel- und Gruppensupervisionen 
  • 1986 bis 2002 2 Einzelsupervisionen und 2 Gruppensupvisionen pro Woche (160 Stunden pro Jahr) 
  • Durchführung von Balintgruppenarbeit 1987 bis 1990 (1 Gruppe alle 2 Jahre = 35 Stunden/Jahr) 
  • Durchführung von Gruppen zur Interaktioneller Fallarbeit ab 1995 jedes 2. Jahr = 35 Stunden/Jahr)

Darüber hinaus 

  • zahlreiche Seminare in einem tiefenpsychologisch orientierten Institut für psychotherapeutische Weiterbildung mit Themen zu Depression, Borderline-Persönlichkeitsstörung, Lernpsychologie etc. (1984 bis 1989) 
  • Leitung und Koordination einer klinikinternen Verhaltenstherapie-Kursreihe mit Supervision in der Inntal-Klinik für Psychotherapie (100 Stunden in 2 Jahren, gemeinsam mit weiteren Dozenten, erstmals 2000) 
  • klinikinterne theoriegeleitete Verhaltenstherapie-Supervision in der Nervenklinik Gauting (wöchentlich 1 Stunde)

Gastseminare 

  • an der Universität Gießen (Postgraduiertenstudium) 1998 
  • jährlich ein Seminar (16 Stunden) an der Universität Bamberg (Postgraduiertenstudium) seit 1993

Akademische Lehre in der Philosophisch-Pädagogischen Fakultät der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt (für die Studiengänge Dipl.-Päd. und Lehrämter) seit WS 2002/2003